Stress, Schlaf & Verhalten
Reflux und Anspannung verstärken sich gegenseitig. Stress verändert die Wahrnehmung von Säure in der Speiseröhre – bei gleicher Säuremenge werden die Beschwerden als deutlich stärker erlebt. Wer nachts wach liegt, spürt zudem jeden Reflux-Episode intensiver als tagsüber.
Deshalb gehört zur Refluxtherapie mehr als ein Rezept: Atem- und Entspannungsverfahren, Schlafhygiene und ein realistischer Umgang mit der Sorge, dass hinter den Beschwerden etwas Ernstes steckt. Gerade bei funktionellem Sodbrennen ohne krankhaften Säurenachweis ist das oft der entscheidende Hebel.
- Atemübungen zur Kräftigung des Zwerchfells als Teil des Verschlussmechanismus
- Schlafhygiene, Schlafposition und Umgang mit nächtlichem Aufwachen
- Umgang mit Krankheitsangst nach unauffälligem Befund
- Bewegung im Alltag – ohne refluxfördernde Belastungsformen

Woran wir arbeiten
Häufige Fragen
Ist mein Sodbrennen „psychisch“?
Nein – die Beschwerden sind real. Stress und Schlafmangel verändern aber nachweislich, wie empfindlich die Speiseröhre reagiert. Beides zu behandeln ist wirksamer als nur eines von beidem.
Was ist funktionelles Sodbrennen?
Beschwerden wie bei Reflux, obwohl Endoskopie und Säuremessung unauffällig sind. Dann helfen Säureblocker meist wenig – andere Ansätze dafür umso mehr.
Darf ich mit Reflux Sport treiben?
Unbedingt. Nur sehr intensive Belastungen mit starker Bauchpresse und Training direkt nach dem Essen können Beschwerden auslösen. Ausdauersport in moderatem Umfang hilft eher.
Wenn Medikamente allein nicht reichen
Wir schauen gemeinsam auf Schlaf, Stress und Wahrnehmung – und was sich konkret ändern lässt.

