Adipositas verstehen
Verlässliche, verständlich aufbereitete Information zu Ursachen, Risiken und Behandlungswegen – ohne Schuldzuweisung und ohne Wundermittel-Versprechen.
Warum „weniger essen“ meist nicht reicht
Die WHO und die deutschen Fachgesellschaften stufen Adipositas (BMI ≥ 30 kg/m²) als chronisch rezidivierende Erkrankung ein. Genetische Veranlagung, hormonelle Fehlsignale und veränderte Sättigungsregelkreise im Gehirn wirken gegen jeden reinen Diätversuch.
Der Körper verteidigt sein erreichtes Gewicht aktiv: Der Grundumsatz sinkt, Hunger- und Sättigungshormone verschieben sich. Wer das weiß, versteht, warum wirksame Therapie mehrere Ebenen gleichzeitig adressieren muss.

Häufige Fragen zur Erkrankung
Ab wann spricht man von Adipositas?
Ab einem Body-Mass-Index von 30 kg/m². Zwischen 25 und 30 kg/m² spricht man von Übergewicht. Der BMI ist allerdings nur ein Näherungswert – Fettverteilung und Begleiterkrankungen sind medizinisch oft aussagekräftiger.
Welche Begleiterkrankungen sind typisch?
Typ-2-Diabetes, Bluthochdruck, Fettleber, Schlafapnoe, Gelenkverschleiß sowie ein erhöhtes Risiko für bestimmte Krebserkrankungen und Herz-Kreislauf-Ereignisse.
Ist Adipositas heilbar?
Als chronische Erkrankung ist sie in der Regel behandelbar, nicht endgültig „heilbar“. Mit der richtigen Kombination aus Therapie und Begleitung lassen sich Gewicht und Begleiterkrankungen jedoch dauerhaft deutlich verbessern.
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