Ernährung & Lebensstil bei Reflux
Die wirksamsten Maßnahmen bei Sodbrennen sind unspektakulär – und genau deshalb werden sie unterschätzt. Gewichtsreduktion bei Übergewicht, ein Abstand von drei Stunden zwischen letzter Mahlzeit und Schlafengehen und eine um etwa 15 Zentimeter erhöhte Oberkörperlage haben die beste Evidenz.
Pauschale Verbotslisten helfen dagegen wenig. Kaffee, Zitrusfrüchte, Schokolade oder scharfe Speisen lösen bei manchen Menschen Beschwerden aus, bei anderen nicht. Wir arbeiten deshalb mit einem Beschwerdetagebuch und finden Ihre persönlichen Auslöser, statt Ihnen den halben Speiseplan zu streichen.
- Beschwerdetagebuch und gezielte Trigger-Identifikation
- Mahlzeitenrhythmus: kleinere Portionen, später Abstand zum Schlafen
- Schlafposition, Oberkörperhochlagerung und Linksseitenlage
- Gewicht, Alkohol, Nikotin und enge Kleidung als unterschätzte Faktoren

In drei Schritten zum Alltag ohne Brennen
Häufige Fragen
Muss ich auf Kaffee verzichten?
Nicht zwingend. Kaffee senkt den Druck des unteren Speiseröhrenmuskels, wird aber längst nicht von allen als Auslöser erlebt. Testen Sie es gezielt, statt pauschal zu verzichten.
Wie viel bringt Abnehmen?
Bei Übergewicht sehr viel: Schon eine Reduktion um wenige Kilogramm senkt den Druck im Bauchraum messbar und lindert die Beschwerden bei vielen Betroffenen deutlich.
Hilft es, das Kopfteil des Bettes zu erhöhen?
Ja, bei nächtlichen Beschwerden. Wirksam ist eine Schrägstellung des gesamten Oberkörpers um etwa 15 cm – ein zusätzliches Kopfkissen reicht dafür nicht aus.
Gibt es eine „Reflux-Diät“?
Keine, die für alle gilt. Sinnvoll sind kleinere Mahlzeiten, weniger stark fetthaltige Speisen am Abend und ein klarer Abstand zur Nachtruhe – der Rest ist individuell.
Ihren persönlichen Auslösern auf der Spur
Wir werten Ihr Beschwerdetagebuch mit Ihnen aus und erstellen einen konkreten Plan.

