Medikamente & PPI-Therapie
Protonenpumpenhemmer wie Omeprazol, Pantoprazol oder Esomeprazol senken die Säureproduktion im Magen sehr wirksam. Sie sind ein gutes Werkzeug – aber kein Dauerzustand ohne Anlass. Wer jahrelang blockiert, ohne dass je eine Diagnose gestellt wurde, behandelt ein Symptom und kennt die Ursache nicht.
Wir verordnen Säureblocker nach Indikation, in der niedrigsten wirksamen Dosis und mit einem klaren Zeitplan. Wo es passt, ergänzen oder ersetzen Alginate und H2-Blocker die Therapie – und wenn Absetzen möglich ist, begleiten wir Sie durch die Rebound-Phase.
- Prüfung der Indikation, der Dosis und des richtigen Einnahmezeitpunkts
- Alginate als Schutzschicht bei Beschwerden nach dem Essen und nachts
- H2-Blocker gezielt für nächtliche Säuredurchbrüche
- Strukturiertes Ausschleichen statt abruptem Absetzen

Worauf wir achten
Häufige Fragen
Sind Säureblocker gefährlich?
In der Regel sind sie gut verträglich. Bei jahrelanger Einnahme werden unter anderem Nährstoffmängel, Knochendichte und Darminfektionen diskutiert. Genau deshalb gilt: so lange wie nötig, so kurz wie möglich – und mit gesicherter Indikation.
Warum wirkt mein PPI nicht mehr richtig?
Häufige Gründe sind ein falscher Einnahmezeitpunkt, nicht-saurer Reflux, ein großer Zwerchfellbruch oder eine andere Ursache der Beschwerden. Das lässt sich mit pH-Metrie und Impedanzmessung klären.
Kann ich einfach absetzen?
Bitte nicht abrupt und nicht ohne Rücksprache. Nach längerer Einnahme kommt es oft zu einem Säure-Rebound, der wie ein Rückfall wirkt. Mit einem Ausschleichplan und Alginaten gelingt das Absetzen deutlich besser.
Was ist mit Hausmitteln und Natron?
Natron neutralisiert kurzfristig, ist als Dauerlösung aber ungeeignet. Sinnvoller sind Alginate und die Anpassung von Mahlzeiten, Schlafposition und Gewicht.
Lassen Sie Ihre Medikation überprüfen
Eine seriöse Einschätzung braucht ein ärztliches Gespräch – buchen Sie Ihren Termin.

